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Lübeck – Stadt der Apotheken

Apotheke Lübeck

Lübeck hat knapp 215.000 Einwohner und ungefähr 65 Apotheken – also eine Apotheke auf ca. 3000 Einwohner.

Damit sind die Lübecker Bürger überdurchschnittlich gut mit Apotheken und damit Medikamenten, welche die Gesundheit unterstützen, bestens versorgt, die bundesdurchschnittliche Apothekendichte liegt bei knapp 50 für 200.000 Einwohner.

EU-weit liegt Lübeck entgegen dem Trend ebenfalls über dem Durchschnitt, der 62 Apotheken auf 200.000 Einwohner beträgt.

Apotheken-sterben in Deutschland?

Der Trend scheint jedenfalls in diese Richtung zu gehen. 2016 schlossen bundesweit immerhin insgesamt 226 Apotheken ihre Türen. Vor allem auf dem Land wird die Lage langsam bedenklich.

Die Gründe dafür sind vielfältig. Zum einen wächst die Bevölkerung, Apotheken „wachsen“ nicht im gleichen Maße mit. Zum anderen haben sehr viele Apotheken Probleme Nachfolger zu finden.

Ein weiteres Problem dürfte die steigende Beliebtheit von Online-Apotheken sein. Diese locken mit Sonderangeboten und diskretem Versand. Selbst ältere Bürger nutzen daher vermehrt die Online-Bestellung ihrer Medikamente – auf Kosten der Beratung.

Aus unserer Sicht geht damit aber noch viel mehr verloren. Apotheken haben ihren eigenen „Charme“, nicht selten gibt es noch einen netten Plausch mit den Mitarbeiter/innen der Apotheke.

Offensichtlich lieben die Lübecker ihre Apotheken weiterhin – hoffen wir, das es so bleibt!

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Medizinische Fusspflege – Podologie

Medizinische Fusspflege

Podologie – medizinische Fusspflege in Lübeck

Unsere Füße werden oft stiefmütterlich behandelt. Dabei legen sie im Laufe ihres Lebens viele Kilometer zurück, wenn Sie einen Spaziergang durch die Lübecker Innenstadt hinter sich haben, wissen Sie was wir meinen.. Oft genug sind unsere Füße dabei auch noch eingezwängt in falsches Schuhwerk. Verformungen, Druckstellen, eingewachsene Fußnägel, Blasen und Schmerzen können die unangenehmen Folgen sein und die Gesundheit beeinträchtigen.

Auch ein strenger Fußgeruch oder ein langwieriger Pilzbefall der Nägel und der Füße kann auftreten.
Leider werden unsere Füße oft erst richtig beachtet, wenn es schon zu Fußbeschwerden gekommen ist. Dann kann jeder Schritt zu einer echten Qual werden. Langfristig können solche Beschwerden auch zu langwierigen gesundheitlichen Problemen führen.

Spätestens jetzt sollte man eine Fachkraft für medizinische Fußpflege (Podologie) aufsuchen. Die medizinische Fußpflege ist nicht zu verwechseln mit der kosmetischen Fußpflege.

Kosmetische Fusspflege

Eine kosmetische Fußpflege, auch Pediküre genannt, wird in vielen Kosmetikstudios angeboten. Sie ist jedoch auf eine pflegerische und dekorative Anwendung beschränkt. Zur kosmetischen Fußpflege gehen wir gerne, wenn wir uns nach einem langen Tag mit einer wohltuenden Massage verwöhnen lassen wollen oder uns in den Sommermonaten einen fachgerecht aufgetragenen Nagellack wünschen. Auch das Kürzen und Feilen der Nägel gehört in den Bereich der kosmetischen Fußpflege.

Kosmetische Fußpflege oder medizinische Fußpflege, worin besteht eigentlich der Unterschied?

Kosmetische Fußpflege

Hierbei stehen folgende Behandlungen und Tätigkeiten im Vordergrund:

  • Fußbäder
  • Kürzen und Reinigen der Zehennägel
  • Abtragung der Hornhaut
  • Unblutiges Entfernen von Hühneraugen
  • die dekorative Pflege und Kosmetikbehandlungen, zum Beispiel Nagellack auftragen
  • Fußmassagen
  • Beratung bei der Auswahl und Anwendung von Pflegemitteln

Preise für kosmetische Fußpflege:

Für eine Behandlung zahlt man im Schnitt zwischen 15€ und 35€, je nach Aufwand.

Voraussetzung selbständig machen kosmetische Fußpflege

Wer ein kosmetisches Fußpflege-Studio eröffnen möchte, benötigt nur einen Gewerbeschein. Es wird keine besondere Ausbildung verlangt und es erfolgt auch keine Überwachung durch die Behörden (Gesundheitsamt). Der Titel „medizinische Fußpfleger/-in“ darf hier nicht verwendet werden, denn dieser ist dem Podologen (medizinischer Fußpfleger/-in) vorbehalten.

Medizinische Fußpflege / Podologie

Im Gegensatz zu einer kosmetischen Fußpflege, in der es hauptsächlich um Fußästhetik und -hygiene geht, verfügt ein Podologe zusätzlich über ein großes medizinisches Fachwissen. Eine entsprechende Praxis wird aber oft erst aufgesucht, wenn sich schon ernsthafte Fußprobleme eingestellt haben oder der Arzt einen Patienten in eine Praxis überweist.

Medizinischer Fußpfleger/-in (Podologe) darf man sich aber nur nennen, wenn eine Ausbildung mit einer staatlichen Prüfung nachgewiesen werden kann. Diese Ausbildung dauert in der Regel 2 Jahre in Vollzeit.

Im theoretischen Teil der Ausbildung werden u. a. folgende Kenntnisse vermittelt:

Informationen über das Berufsbild Podologie

  • Gesetze
  • Chemie und Physik
  • Grundlagen der Anatomie und der Dermatologie
  • Hygienevorschriften
  • Desinfektion
  • Sterilisation
  • Mikrobiologie
  • Hauterkrankungen
  • Arzneimittellehre
    u. v. m.

Medizinische Fußpfleger mit einer eigenen Praxis arbeiten oft eng mit Ärzten, Krankengymnasten und Orthopäden zusammen und erkennen auch sofort, wenn eine ärztliche Behandlung erforderlich wird. Eine entsprechende Behandlung wird aber auch in Arztpraxen, Krankenhäusern, Sanatorien oder Hotels angeboten.

Folgende Tätigkeiten umschreiben das Berufsbild:

  • eine ausführliche Anamnese
  • die Pflege und Erhaltung des gesunden Fußes
  • die individuelle Beratung des Patienten
  • die Anleitung zur richtigen Pflege der Füße
  • das Erkennen von krankhaften Erkrankungen
  • die Erstellung eines ausführlichen Behandlungsplanes
  • die Entfernung von Hühneraugen
  • die Abtragung von Hornhaut
  • Behandlung von Pilzerkrankungen und Warzen
  • Behandlung veränderter Nägel und Nagelfalzen
  • Behandlung eingewachsener oder eingerollter Nägel
  • Behandlung von verdickten oder rissigen Nägeln
  • die Herstellung von Nagelkorrekturspangen
  • die Herstellung von Nagelprothesen
  • die Herstellung von Orthesen
  • Risiko-Fußbehandlungen, z. B. Neuropathie (Erkrankungen des peripheren Nervensystems), Diabetes, Angiopathie (Gefäßleiden)

Eine medizinische Fußpflege ist oft auch aus medizinischen Gründen notwendig. Entweder als eine reine Vorsorgemaßnahme (z. B. bei Diabetikern) oder weil der Fuß bereits geschädigt ist.

Für bestimmt Personengruppen ist sie besonders geeignet und auch notwendig.

Für Diabetiker – sie leiden häufig unter einem diabetischen Fußsyndrom. Hierbei kann die Haut stark austrocknen. In diesem Zustand ist die Haut viel anfälliger für Verletzungen aller Art. Schon winzige Risse können sich unbemerkt infizieren und schlimme Entzündungen hervorrufen. Zudem nimmt bei Diabetikern die Sehkraft im Laufe der Zeit oft stark ab, sie können die krankhaften Veränderungen am Fuß dann gar nicht mehr sehen.

Menschen mit rheumatischen Erkrankungen oder Durchblutungsstörungen
Menschen, die häufig unter Fußpilz oder unter Nagelpilz leiden
Menschen mit eingewachsenen Nägeln, Warzen oder Hühneraugen.

Wenn eine medizinische Notwendigkeit besteht, kann der Arzt ein Rezept ausstellen. Die Kosten der medizinischen Fußpflege werden dann von der Krankenkasse übernommen.

Zögern sie auch nicht, in einer Lübecker Apotheke nach Pflegemitteln für Ihre Füße zu fragen. Das Apothekenpersonal ist für Probleme dieser Art geschult und wird Sie mit Sicherheit vourteilungslos und mit Fachwissen beraten.